1. Windows-Programmierung
In Programmen aus den Kindertagen der Informatik wurden die Befehle sequentiell abgearbeitet, d.h. Schritt für Schritt hintereinander.
Unter Windows laufen alle Aktionen objekt- und ereignisorientiert ab, eine streng vorgeschriebene Reihenfolge für die Eingabe und Abarbeitung der Befehle gibt es nicht mehr. Für jede Aktivität des Anwenders ist ein Programmteil zuständig, der weitgehend unabhängig von anderen Programmteilen agieren können muss.
Objekte (Objects)
Bei der visuellen Benutzerschnittstelle, haben wir es in Delphi mit folgenden Objekten zu tun:
| Formulare | Windows-Fenster, in welchen eine Delphi-Anwendung ausgeführt wird. Es können weitere untergeordnete Formulare,Komponenten (siehe unten), Text oder Grafik enthalten sein. |
| Komponenten | z.B. Textfelder (TEdit), Schaltflächen (TButton), Bildlaufleisten (TScrollbar), Listenfelder (TListBox) |
| Sonstige Objekte | Bildschirm (TScreen), Zwischenablage (TClipboard), Drucker (TPrinter) und eigene Objekte |
Eigenschaften (Properties)
sind die Attribute von Objekten, wie z.B. die Höhe (Height) und die Breite (Width) eines Formulars oder die Farbe (Color) eines Editierfeldes.
Jedes Objekt verfügt über seinen eigenen Satz von Eigenschaften, die teilweise nur zur Entwurfszeit oder nur zur Laufzeit veränderbar sind.
Methoden (Methods)
sind die im Objekt definierten Funktionen und Prozeduren, die gewissermaßen das "Verhalten" beim Eintreffen einer Nachricht bestimmen. So erzeugt z.B. die LineToMethode eine Linie auf der Zeichenfläche (Canvas) eines Formulars. Eine Methode kann auch das Verhalten eines Objekts bei einem Mausklick, Tastatureingabe oder sonstigen Ereignissen (siehe unten) definieren.
Im Unterschied zu den Eigenschaften(Properties), die eine "statische" Beschreibung liefern, bestimmen Methoden die "dynamischen" Fähigkeiten des Objekts.
Ereignisse (Events)
sind Nachrichten, die vom Objekt empfangen werden. Sie stellen die eigentliche Windows-Schnittstelle dar. So ruft z.B. das Anklicken einer Komponente mit der Maus in Windows ein OnClick-Ereignis hervor. Aufgabe eines Delphi-Programms ist es, auf alle interessanten Ereignisse gemäß dem Wunsch des Anwenders zu reagieren. Dies geschieht in sogenannten Ereignisbehandlungsroutinen (Event Handler).
Einführung in das Programmieren mit DELPHI
